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Nächster Halt: Zukunft

Moderne Busflotte für Aachen und die Region

ASEAG setzt umweltfreundliche Busse ein

Zukünftig wird die ASEAG ausschließlich Busse mit modernster Technik und höchsten Umweltstandards anschaffen. Bereits seit 2014 erfolgt bei der Anschaffung neuer Fahrzeuge eine Umstellung auf den umweltfreundlichen EURO 6-Standard. Ende 2014 erfüllten 60 Prozent der ASEAG-Flotte die Schadstoffklassen EURO 5 und EURO 6, insgesamt 80 Prozent der Fahrzeuge sind mit Rußpartikelfilter ausgestattet. Innerhalb der kommenden fünf Jahre wird die ASEAG gemäß ihrer Strategie zur Beschaffung von Neufahrzeugen ausschließlich Fahrzeuge ausschreiben, die dem modernsten Abgasstandard entsprechen. Damit würden spätestens 2020 nur noch Busse der Schadstoffklasse EURO 5 (EEV) bzw. EURO 6 zum Einsatz kommen.

Darüber hinaus testen wir seit vielen Jahren unterschiedliche, innovative Antriebskonzepte unter realen Bedingungen, um zu bewerten, welche Antriebsformen unter ökologischen und finanziellen Gesichtspunkten die Flotte zukünftig ergänzen können. Seit letztes Jahr im Mai ist der von der hauseigenen Werkstatt umgebaute Elektrobus auf Aachens Straßen unterwegs. Die Erfahrungen im täglichen Betrieb sind erfreulich gut. Der Bus wird momentan mit einer Zwischenladung in unserem Depot vor- und nachmittags eingesetzt.

Perspektivisch ist geplant, Elektrobusse einzusetzen, deren Reichweite bei rund 300 Kilometern liegt. dies entspricht in etwa dem Tageseinsatz eines ASEAG Dieselbusses. Somit könnten künftig Dieselbusse durch Elektrobusse ersetzt werden. Erste Hersteller gibt es bereist, die Fahrzeuge liefern, die sehr große Reichweiten ohne Nachladen ermöglichen.

Die Flotte der ASEAG
Umweltfreundlicher Fuhrpark

Hybrid- oder Elektroantrieb? Leise oder lauter? Einige Ergebnisse:

Das von der Europäischen Union finanzierte Projekt Civitas Dyn@mo unterstützt energieeffiziente Stadtentwicklung und umweltfreundliche Verkehrssysteme. Die ASEAG engagiert sich mit einem Teilvorhaben, indem es um neue zukunftsfähige Antriebstechniken für Fahrzeuge geht - für die rote Flotte kein ganz neues Thema. Seit September 2012 testet das Unternehmen verschiedene Linienbuskonzepte mit Hybrid- und Elektroantrieben oder Leichtbauweise auf unterschiedlichen Linien mit Fahrgästen. Auch der eigens umgebaute Elektrogelenkbus der ASEAG und ein Hybridgelenkbus des Herstellers MAN waren Gegenstand von Geräuschmessungen und Fahrgastbefragung im Rahmen von Civitas Dyn@mo. Welcher Bus ist leiser, welcher Bus vibriert und soll die ASEAG auch weiterhin alternative Antriebe testen?

Innengeräusche und Vibrationen:

• Bei der Abfahrt an der Haltestelle erzeugt der Elektrogelenkbus der ASEAG rund 80 Prozent weniger Vibrationen, als ein herkömmlicher Dieselbus.
• Der Elektrogelenkbus weist einen geringeren Schalldruckpegel im gesamten Busbereich auf.
• Durch den Wegfall des Dieselmotors im hinteren Bereich des Fahrzeugs entstehen auch dort deutlich weniger Geräusche.
• Die objektiv gemessene Verbesserung spiegelt sich in der durchgeführten Befragung und dem hohen Anteil zufriedener Fahrgäste wider

Außengeräusche:

• Der Einsatz des Elektrobusses hat einen positiven Effekt auf die innerstädtische Geräuschbelastung.
• Bei einer Haltestellenabfahrt ist auf die Messposition"Bushaltestelle" bezogen eine Reduzierungvon ca. 16 dB(A) in einem Teillastmanöver (leichtes bis mittleres Beschleunigen und Durchtreten des Fahrpedals) und 11 dB(A) für eine Abfahrt unter Volllast (Fahrpedal wird direkt nach dem Start ganz durchgetreten) möglich. Davon profitieren Passanten und Anwohner.
• Im Bereich höherer Geschwindigkeiten ist das Reifen-/Fahrbahngeräusch dominant und ab ca. 30 km/h ergeben sich fast keine Unterschiede zwischen den Antriebsarten.

Ergebnis:

Der Einsatz des vollelektrischen Gelenkbusses verbessert nicht nur den Fahrkomfort der Fahrgäste, sondern wirkt sich auch positiv auf das innerstädtische Geräuschbild aus. Die objektiv ermittelten Messergebnisse werden dabei durch die Ergebnisse der Fahrgastbefragung gestützt, nach denen ca. 80 Prozent die Fahrt im Elektrobus als leiser und angenehmer bewerten, als in einem entsprechenden Hybridgelenkbus.