Ab 8. August setzen wir einen Hybridbus, den "Lion´s City Hybrid" des deutschen Herstellers MAN im Linienverkehr ein. Der Hybridbus wird zunächst für zwei Monate von montags bis freitags auf der Linie 13B getestet.
Das besondere an dem Fahrzeug ist sein Energiespeicher: Statt Batterien befinden sich Hochleistungskondensatoren - sogenannte Ultracaps - auf dem Dach, die beim Bremsen elektrische Energie aufnehmen und beim Anfahren wieder abgeben.
Während des Testbetriebs untersuchen wir das Fahrverhalten im Straßenverkehr. Hierbei werden Untersuchungen vorgenommen, wie sich die Hybridtechnik im Praxisbetrieb auf die Verbrauchswerte auswirkt. Die Technologie von Diesel-Hybridbussen eignet sich in besonderem Maße dafür, Elektromobilität im Öffentlichen Personennahverkehr zu etablieren und dessen umweltschonendes Image zu stärken. Der Test alternativer Antriebe unter realen Bedingungen hilft uns bei der Entscheidung, welche Antriebsformen unter ökologischen und finanziellen Gesichtspunkten die rote Flotte zukünftig ergänzen können.
Der Lion´s City Hybrid
Der Lion´s City Hybrid ist ein Niederflurbus mit seriellem Hybridantrieb. Zwei gekoppelte Elektromotoren mit je 75 Kilowatt Leistung treiben das Fahrzeug an. Beim Bremsen arbeiten die Motoren als Generatoren und wandeln die Bremsenergie in elektrische Energie um. Die Ultracaps auf dem Dach des Fahrzeugs dienen als Energiespeicher. Der Bus kann ca. 300 Meter mit der gespeicherten Bremsenergie rein elektrisch zurücklegen.
Der geplante Testbetrieb auf der Linie 13B bietet sich daher an - denn die kurzen Wege zwischen den Haltestellen ermöglichen im innerstädtischen Bereich ein nahezu rein elektrisches Fahren. Bei längeren Distanzen oder leerem Speicher schaltet das Energiemanagement-System automatisch den Dieselmotor zu.
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