Andere Nahverkehrsunternehmen haben dieses innovative papier- und bargeldlose Form der Bezahlung in der Vergangenheit in einem Pilotprojekt bereits getestet – und für sehr gut befunden.
Nach einer vorherigen, einmaligen Registrierung kann der Fahrgast in Aachen und der Region künftig sein für die Fahrt benötigtes Ticket über sein Mobiltelefon laden, der Fahrpreis wird anschließend von seinem Konto abgebucht, ebenso wird eine Kreditkartenabrechnung oder eine Abrechnung per Guthabenkonto möglich sein. Kleingeldsuche, Zeitdruck und Wartezeiten am Ticketautomaten oder direkt beim Busfahrer gehören dann der Vergangenheit an. Das Handy-Ticket wird als Einzelfahrschein oder Tageskarte angeboten.
Das neue System bietet zahlreiche Vorteile: Neben der ASEAG beteiligen sich alle im Verbund zusammengeschlossenen Verkehrsunternehmen an diesem Modell, die Handy-Tickets können entsprechend im gesamten AVV-Gebiet genutzt werden und wären damit für 1,1 Millionen Menschen verfügbar. Auch in vielen weiteren Städten und Regionen Deutschlands lassen sich über dieses einheitliche System Tickets ordern.
Für die ASEAG eröffnet der Einstieg in den elektronischen Ticketvertrieb ein weiteres Geschäftsfeld einer zukunftsorientierten Plattform im Bereich Service und Kommunikation: Das Mobiltelefon soll langfristig zu einem „Auskunftsautomaten“ entwickelt werden, der dem Fahrgast die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs erleichtern soll.
Das Handy-Ticket-Pilotprojekt hat der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) im Jahr 2007 ins Leben gerufen. Seit-her beteiligen sich deutschlandweit 14 große Nahverkehrsanbieter an dem Projekt.