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Die Zukunft erfinden
Die Fraunhofer-Institute gehen auf Linie.

Ab heute werden die ASEAG-Linien 3A und 3B als „Fraunhofer-Linien“ im Einsatz sein. Sechs Busse sowie 20 Haltestellen werden mit den Leitmotiven der Aachener Fraunhofer-Institute versehen. Ein Konzept im öffentlichen Nahverkehr, das bislang einzigartig in Deutschland ist – und das eine neue und sehr individuelle Informationsplattform für Fahrgäste und Kooperationspartner aus der Städteregion Aachen schafft. Die Aachener Fraunhofer-Institute starten somit eine Initiative, um Nachwuchskräfte für den naturwissenschaftlich-technischen Bereich zu begeistern.

In den Bussen der Fraunhofer-Linien liegt zudem künftig das Studentenmagazin „Fraunhofer-News“ aus. Es greift technische Themen der Institute auf und zeigt die Menschen, die dahinter stehen. „Auf diese Weise möchten wir Studierenden zeigen, welche konkreten Möglichkeiten wir ihnen in den Bereichen Biotechnologie, Lasertechnik und Produktionstechnologie bieten“, erläutert Prof. Dr. Reinhart Poprawe, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT im Rahmen der Projektpräsentation. „Durch die Mitarbeit an spannenden Industrieprojekten können sie bei Fraunhofer Praxiserfahrung sammeln und gleichzeitig an der RWTH einen akademischen Abschluss erwerben.“

Prof. Dr. Marion Schick, Vorstand Personal und Recht der Fraunhofer-Gesellschaft, ergänzt: „Junge Menschen sollen technische Berufe nicht nur aus dem Karriere-Blickwinkel betrachten. Wir wollen ihnen die Bedeutung der MINT-Themen für unsere Gesellschaft nahebringen und ihr nachhaltiges Forschungsinteresse wecken. Vor allem möchten wir weibliche Nachwuchskräfte für diesen Bereich begeistern!“

In der deutschen Industrie besteht derzeit ein Mangel an rund 40 000 Ingenieuren. Die Region Aachen verfügt mit der RWTH Aachen, der FH Aachen und weiteren Forschungseinrichtungen über beste Voraussetzungen, um einen nennenswerten Teil dieses Bedarfs an naturwissenschaftlich-technisch ausgebildeten Akademikern zu decken. Doch bevor junge Menschen ein Studium in diesem Bereich beginnen, muss zunächst ihr Interesse an einem technischen Fach geweckt werden.

„Wir bieten mit unserem Konzept des Liniensponsoring die Möglichkeit, eine starke regionale Verbundenheit und lokale Präsenz zu demonstrieren und sich in der Städteregion zu positionieren. Durch die Präsenz der Institute an den Haltestellen der Linie und im Inneren der Busse, kann sich der Kunde der Wahrnehmung der Bürger und Fahrgäste in der Städteregion sicher sein, denn wir befördern täglich mit rund 300 Bussen mehr als 220 000 Fahrgäste. Hinzu kommen die Bürger, die an den Haltestellen stehen und daran vorbeigehen, und die unsere Busse im Stadtbild sehen“, so ASEAG-Vorstand Hans-Peter Appel.

In enger Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen informieren die Aachener Fraunhofer-Institute Studierende der Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) gezielt über konkrete Möglichkeiten, ihr Wissen in die Praxis umzusetzen. Schülerinnen und Schüler führen sie durch Aktionen wie den Girls’ Day, Uni-Hits für Kids und die KinderUni an technische Themen heran. Neben diesen punktuellen Maßnahmen wollen das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT, das Fraunhofer Institut für Produktionstechnologie IPT und das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME eine kontinuierliche Aufmerksamkeit für MINT-Themen in der Aachener Region erreichen. Hierzu starten sie gemeinsam mit dem größten kommunalen Mobilitätsdienstleiser ASEAG nun die zweijährige, innovative Kampagne.

Innovativ sind auch die auf der Fraunhofer-Linie eingesetzten  Fahrzeuge der roten Flotte: So sind die sechs Busse die modernsten im Fuhrpark der ASEAG. Dies bedeutet für die Fahrgäste höchsten Komfort, beste Sicherheit und hohe Umweltstandards dank eingesetzter EURO-5-Motorentechnik, die für saubere Luft in Stadt und Kreis Aachen sorgen.