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ÖPNV-Nachfrage wächst weiter
Die Menschen in der Städteregion setzen auf die rote Flotte

Auch im so genannten Krisenjahr 2009 ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die Zahl der Fahrgäste im ÖPNV weiter angestiegen – und zwar um 1,2 Prozent. Insgesamt sind laut Statistischem Bundesamt 10,4 Milliarden Fahrten im Linienverkehr mit Bussen und Bahnen unternommen worden, die Verkehrsleistung betrug 98,6 Milliarden Personenkilometer.

Zahlen, die auch die ASEAG freut: nach vorläufigen Berechnungen waren im Jahr 2009 rund 65 Millionen Fahrgäste mit der roten Flotte in Stadt und Kreis Aachen mobil – im Schnitt sind das 220 000 Menschen pro Tag. Zum Vergleich: noch vor zwei Jahren zählte das Unternehmen knapp 63,5 Millionen Menschen.

Und auch im Hinblick auf die Fahrschein-Struktur wird schnell klar: Der Trend geht zum Abonnement. Wurden im Jahr 2007 rund 194 000 Abos der ASEAG abgeschlossen, so waren es 2008 mehr als 215 000 und 2009 222 000 Abos – eine Steigerung von rund drei Prozent. „Diese Entwicklung zeigt, dass die Menschen ganz bewusst auf den Bus umsteigen und sich auch langfristig an den öffentlichen Personennahverkehr binden“, so Hans-Peter Geulen, Leiter des Center Verkehrswirtschaft bei der ASEAG.

Im Aktiv-Abo, das speziell für Senioren konzipiert wurde, verzeichnet die ASEAG sogar ein Plus von knapp 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Gruppe der Senioren wird für die ASEAG ohnehin immer wichtiger. Der demographische Wandel zeigt, dass die Menschen immer älter werden – aber gleichzeitig auch mobil bleiben wollen. Mit einer speziellen Mobilitätsberatung reagiert das Unternehmen jetzt auf diese Entwicklung. Gemeinsam mit der Polizei Aachen bietet die ASEAG ab Sommer Senioren ein Bustraining mit ganz unterschiedlichen Inhalten an. Ziel ist es, älteren Menschen im Straßenverkehr mehr Sicherheit zu vermitteln, Unfälle im oder am Bus zu vermeiden und über Serviceleistungen zu informieren. „Zusätzlich wurde ein Kompetenzteam 60plus ins Leben gerufen“, so Birgit Brand vom Marketing der ASEAG. „Wir haben festgestellt, dass es viele Angebote für Senioren in diesem Bereich gibt, die wir gern bündeln möchten. Mit der Stadt Aachen, dem ADAC und dem ADFC sind beispielsweise weitere engagierte Partner an Bord. Wir freuen uns und sind gespannt auf die weitere gemeinsame Arbeit.“

Das Job-Ticket, das Aachener Verkehrsverbund (AVV) und ASEAG gemeinsam für die Region einführten, wurde im vergangenen Jahr 7800 Mal ausgegeben, 2008 waren es 5700 Job-Tickets, die ausgegeben wurden. inzwischen nutzen rund 8200 Menschen in der der Städteregion ein Job-Ticket. Gerade im Hinblick auf den ehrgeizigen Plan der Stadt Aachen, mittels eines Luftreinhalteplans eine Umweltzone in der Aachener Innenstadt zu vermeiden, ist ein Zuwachs hier von hoher Bedeutung, der im Jahr 2010 weiter gesteigert werden soll.