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Schnellerer ÖPNV in Herzogenrath
Vorrangschaltung an Lichtsignalanlagen

Um den ÖPNV auf den Hauptstraßen in Herzogenrath zu beschleunigen, tägliche Verspätungen zu vermeiden und ein besseres Angebot für die Fahrgäste zu schaffen, hat die Nahverkehr Rheinland GmbH jetzt einen Zuwendungsantrag der ASEAG genehmigt: Künftig wird an neun Lichtsignalanlagen entlang der Landstraßen 223 und 232 und an einer Anlage an der K 29 in Herzogenrath-Mitte eine Lichtsignalvorranschaltung eingerichtet.

„Ich freue mich, dass der Nahverkehr Rheinland heute der ASEAG den Zuwendungsbescheid für die ÖPNV-Vorrangschaltung von zehn Ampelanlagen in Herzogenrath übergeben kann. Mit dieser Investitionsmaßnahme schaffen wir die infrastrukturelle Voraussetzung für die Verbesserung des Nahverkehrsangebots in Herzogenrath. Das ist gut angelegtes Geld für unsere Kunden im Nahverkehr“, so der Geschäftsführer der Nahverkehr Rheinland GmbH, Dr. Norbert Reinkober.

In der Praxis wird die Vorrangschaltung über moderne flexible Signalprogramme gesteuert – das heißt, der Bus meldet sich frühzeitig per Funksignal an der Lichtsignalanlage an und kann diese anschließend bevorzugt passieren.

„Die Vorrangschaltung ist ein wichtiger Faktor für den ÖPNV. Die verringerte Wartezeit der Busse vor der Ampel wirkt sich positiv für unsere Fahrgäste aus. Wir können deutlich besser den Fahrplan einhalten, Verspätungen reduzieren und ein noch attraktiveres Angebot in Herzogenrath schaffen“, erläutert Hermann Paetz, Centerleiter Verkehr bei der ASEAG.

Das Gesamtvolumen der Fördermaßnahme liegt bei knapp 400 000 Euro, hiervon fördert die Nahverkehr Rheinland GmbH 85 Prozent, die übrigen 15 Prozent werden von der ASEAG und der Stadt Herzogenrath finanziert.

„Auch die Stadt Herzogenrath bewertet die Infrastrukturförderung der Nahverkehr Rheinland GmbH äußerst positiv“, so Bürgermeister Christoph von den Driesch. „Ein attraktiver ÖPNV ist in Zeiten eines verstärkten Umwelt- und Mobilitätsbewusstseins ein wichtiger Faktor für eine Stadt.“

Um keine Nachteile für den Individualverkehr zu verursachen, werden die Fahrzeugströme künftig mit Videodetektoren erfasst. Mit Hilfe der nun möglichen verkehrsabhängigen Steuerung können möglicherweise entstehende Nachteile wieder ausgeglichen werden.