Der im Heck befindliche Dieselmotor treibt einen Generator an, der über einen Zwischenkreis mit den elektrischen Motoren an den Achsen 2 und 3 verbunden ist. Beim Verzögern wirken die Elektromotoren als Generatoren und wandeln die Bewegungsenergie in Strom um. Über den Zwischenkreis werden die Bordnetzverbraucher und die Energiespeicher auf dem Dach versorgt.
In der Testphase werden zahlreiche Messungen vorgenommen, um Informationen zum Energiemanagement, Akustik und Verbrauch des Fahrzeugs zu erhalten. Zusätzlich wird das Fahrverhalten im Straßenverkehr getestet. Eingesetzt wird der Hybridbus auf der Doppelgelenkbus-Linie 5 und auf Schnellstraßen. Ein möglicher Einsatz mit Fahrgästen wird zurzeit geprüft.
Als innovatives und umweltorientiertes Unternehmen ist die ASEAG darum bemüht, ihren Fuhrpark stetig zu modernisieren und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und zur sauberen Luft in Aachen und der Region zu leisten. Besonders vor dem Hintergrund des aktuell umzusetzenden Luftreinhalteplans können Hybridmotoren möglicherweise einen Beitrag leisten. Bereits im Oktober letzten Jahres testete die ASEAG einen Hybridbus des polnischen Herstellers Solaris. Vorgesehen ist zum Ende des Jahres eine weitere Testphase mit einem Hybridgelenkbus der Firma van Hool. Das Fahrzeug soll auch im Linienverkehr mit Fahrgästen eingesetzt werden. Sollten die Testphasen erfolgreich verlaufen, denkt die ASEAG darüber nach, ihre Flotte um Hybridbusse zu erweitern. Allerdings müssen hier Kosten und Nutzen abgewogen werden.
Ein erstes Fazit der ASEAG zum Fahrverhalten des XXL-Hybrid-Busses: Das Fahrzeug lässt sich sehr sanft und fahrgastfreundlich anfahren, eine Beschleunigung ist “ruckfrei“ möglich. Die Beschleunigungszeit ist allerdings im Vergleich zum Oecher Long Wajong deutlich länger. Bei verkehrsbedingten Verzögerungen beschleunigt der Bus zudem nur sehr zögerlich. In Bezug auf einen betrieblichen Einsatz bei der ASEAG besteht bei dem Fahrzeug noch Optimierungsbedarf.