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ASEAG testet weiteren Elektrobus

Veröffentlicht am 26.10.2015 | 13:03

Aktuell testet die ASEAG einen weiteren Elektrobus im Linienverkehr. Den Gelenkbus des in Salzgitter ansässigen Herstellers Sileo setzt das Unternehmen zunächst für rund zwei Wochen im täglichen Betrieb ein.

Der mit zwei elektrischen Antriebsachsen ausgestattete Bus bringt 18 Meter Länge auf die Straße und fährt rein elektrisch. Als Speichermedium nutzt er Lithium-Eisenphosphat-Akkumulatoren mit einer nutzbaren Kapazität von insgesamt 300 Kilowattstunden. Die Reichweite einer Ladung beträgt nach Herstellerangaben mehr als 300 Kilometer. Dann muss das Fahrzeug wieder an die Steckdose. Unterwegs wandelt der Motor Bremsenergie in elektrische Energie um, die in den Akkus gespeichert und zum Betrieb des Fahrzeugs genutzt wird.

Der Gelenkbus wird im Linienverkehr auf den Linien 33, 73 und 51 eingesetzt. „Hinsichtlich der vom Hersteller angegebenen Reichweite ist das Fahrzeug aus unserer Sicht auch für den Einsatz in der StädteRegion geeignet. Daher sind für uns insbesondere die Fahrten auf der Linie 51, die über Würselen und Alsdorf nach Baesweiler führt, von Interesse“, so Michael Carmincke, Vorstand der ASEAG.

Während des Testbetriebs wird zum einen das Fahrverhalten im Straßenverkehr bewertet, zum anderen die Technik in der Werkstatt auf die Probe gestellt. Zudem steht im Mittelpunkt der Untersuchungen, welche Reichweite das Fahrzeug tatsächlich zurücklegt und wie zuverlässig seine Technik ist. Vor allem der Einfluss der Topographie in Aachen und der Region auf den Energieverbrauch ist von großem Interesse.

„Für uns sind dies wichtige Faktoren, den Einstieg in die Elektromobilität zu diskutieren. Als Verkehrsunternehmen sind wir Mitgestalter einer effizienten, ressourcenschonenden und somit zukunftsorientierten Mobilität für Aachen und die Region“, so Carmincke. „Der Test dieser Fahrzeuge unter realen Bedingungen hilft uns bei der Entscheidung, welche Antriebsformen unter ökologischen und finanziellen Gesichtspunkten relevant werden.“

Elektro-Gelenkbus auch weiterhin im Einsatz
Auch der elektrisch betriebenen Gelenkbus, den das Unternehmen im Mai diesen Jahres auf die Straße gebracht hat, ist nach wie vor im Linieneinsatz auf Aachens Straßen – und übertrifft im täglichen Betrieb die Erwartungen in Hinblick auf seine Reichweite und Zuverlässigkeit. Die für ein solches Fahrzeug notwendigen Hintergrundsysteme im Werkstattbereich beherrschen die Mitarbeiter der roten Flotte nicht zuletzt durch die Erfahrungen, die sie während der Umbauphase sammeln durften. Die ASEAG hatte zuvor in ihren Werkstatthallen einen Hybrid-Gelenkbus zu einem Elektrobus umgebaut – ein Pilotprojekt, mit dem das Unternehmen den ersten rein elektrisch angetriebenen Bus auf Aachens Straßen gebracht hat.

Weitere Informationen unter www.aseag.de.

26. Oktober 2015