Der 100. batterieelektrische Bus der ASEAG ist auf dem zentralen Betriebshof in Aachen angekommen. Mit der wachsenden Elektrobusflotte steigen auch die Anforderungen an die Ladeinfrastruktur. Deshalb hat die ASEAG die elektrische Anschlussleistung auf dem Betriebshof von 2,1 auf 7 Megawatt mehr als verdreifacht. 92 Ladepunkte sind bereits in Betrieb, weitere 25 sollen bis Ende 2026 hinzukommen.
Über den Stand der Elektrifizierung informierte sich am 15. September 2026 auch Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der ASEAG und der go.Rheinland GmbH besichtigte er die neue Ladeinfrastruktur. Ein besonderer Moment des Termins: Oliver Krischer und Hans-Peter Geulen, Geschäftsführer der go.Rheinland GmbH, überreichten ASEAG-Vorstand Michael Carmincke den Förderbescheid in Höhe von rund 5,7 Millionen Euro.
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer: „Die Ladeinfrastruktur ist weit mehr als Technik im Hintergrund: Sie ist die Grundlage für einen modernen, klimafreundlichen Nahverkehr. Mit der Förderung der Ladesäulen sorgen wir dafür, dass die Flotte weiter wächst. Das ist die Voraussetzung dafür, dass bald jeder zweite Bus in Aachen elektrisch fährt und morgens zuverlässig geladen vom Hof rollt.“
65 Ladepunkte für den Linienbetrieb
Bis Ende des Jahres sollen auf dem Betriebshof insgesamt 117 Ladepunkte zur Verfügung stehen. 65 davon konnten in den letzten Monaten im Rahmen der Förderung eingebaut werden. So können Elektrobusse auch während Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten geladen werden. Für die Elektrifizierung des Betriebs werden darüber hinaus fortlaufend Fachleute in der eigenen ASEAG-Werkstatt weitergebildet, um an der Infrastruktur und den Elektrobussen arbeiten zu können. Ab nächstem Jahr bietet die ASEAG dazu einen neuen Ausbildungsberuf zum KFZ-Mechatroniker mit der Fachrichtung System- und Hochvolttechnik an.
Für den Ausbau der 65 Ladesäulen hat die ASEAG insgesamt rund 6,3 Millionen Euro investiert. Davon wurden rund 5,7 Millionen Euro gefördert. Der beim Termin übergebene Förderbescheid unterstreicht die wichtige Unterstützung für den weiteren Ausbau der Elektromobilität bei der ASEAG.
„Der hundertste Elektrobus ist ein guter Anlass, auch auf das zu schauen, was im Hintergrund notwendig ist. Die Elektrifizierung endet nicht mit dem Kauf eines Fahrzeugs – dort beginnt ein wesentlicher Teil der Arbeit erst. Die Infrastruktur auf unserem Betriebshof ist die Voraussetzung dafür, dass unsere Elektrobusse zuverlässig im täglichen Linienbetrieb unterwegs sind“, sagt Michael Carmincke, Vorstand der ASEAG. „Ohne die Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen und go.Rheinland wäre dies nicht möglich.“
Bis Ende 2026 sollen 117 Elektrobusse zur Flotte gehören
Bis Ende 2026 sollen 117 batterieelektrische Busse zum Bestand der ASEAG gehören. Damit wäre rund jeder zweite Bus der ASEAG batterieelektrisch unterwegs. Ein großer Erfolg, nachdem 2019 der erste Elektrobus der ASEAG in den Linienbetrieb gegangen ist.
„Die Mobilitätswende gelingt nur, wenn wir sie gemeinsam vor Ort gestalten. Deshalb engagieren wir uns dafür, die Voraussetzungen für einen modernen und klimafreundlichen ÖPNV in der Region zu schaffen. Dazu gehören nicht nur neue Elektrobusse, sondern ebenso eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur und eine verlässliche Energieversorgung. Gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen unterstützen wir diesen Ausbau und stärken damit nachhaltig die Mobilität in unserer Region“, erläutert Hans-Peter Geulen, Geschäftsführer der go.Rheinland GmbH.
Derzeit ist auch ein neues, elektronisches Betriebshofmanagementsystem in Vorbereitung. Es soll unter anderem Umlaufplanung, Abfahrtszeiten, Ladezustände der Fahrzeuge und die Vorgaben des Netzbetreibers zusammenführen. Auf dieser Grundlage kann die verfügbare Leistung gezielt auf die Fahrzeuge verteilt werden.
